Hintergrund Strompreise

Hintergrund der aktuellen Strompreisentwicklung

Viele Kunden sind irritiert, dass auch unsere Preise aktuell steigen, obwohl wir doch nicht auf die derzeit teuren fossilen Kraftstoffe zur Stromerzeugung angewiesen sind.

direkte Beschaffung aber nicht unabhängig von der Börse

grün.power hat direkte Verträge mit den Betreibern der Wind-, PV- und Wasserkraftanlagen und beschafft Ihren Strom nicht an der allgemeinen Strombörse. Trotzdem sind wir damit nicht unabhängig von der extremen Preisentwicklung dort. Denn würden wir den Strom unserer Vertragspartner nicht direkt an unsere Stromkunden verkaufen, würden wir ihn über unsere Muttergesellschaft in.power (im Rahmen der im Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) vorgesehenen sog. Direktvermarktung) an der Börse verkaufen. Aus diesem Grund orientiert sich auch der Preis in den allermeisten unserer Verträge mit den Anlagenbetreibern (über den Marktwert) am jeweils aktuellen Börsenpreis.

Merit Order: der Gaspreis beeinflusst den Strompreis für alle

Der Grund, warum dieser Börsenpreis in diesem Jahr so explodiert ist, liegt hauptsächlich an der viel diskutierten Gasknappheit und dem damit extrem gestiegenen Gaspreis. Denn durch den sog. Merit-Order-Effekt bestimmt das teuerste Kraftwerk, das noch zur Erzeugung der für Deutschland benötigten Strommenge herangezogen werden muss, den Preis für die gesamte erzeugte Strommenge. Obwohl weniger Strom derzeit durch Gaskraftwerke bereitgestellt wird, übt also der Gaspreis einen so großen Einfluss auf den Strompreis für alle Erzeugungsarten aus.

Strompreisbremse kommt

Dadurch entstehen derzeit große Umsätze bei den Anlagenbetreibern, die damit einerseits zum dringend benötigten weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland eingesetzt werden können und andererseits ja im Rahmen der Strompreisbremse nun auch teilweise abgeschöpft werden sollen, um die Endkunden von den hohen Strompreisen zu entlasten. Wir müssen aber beim Stromeinkauf in der Regel den vollen hohen Marktwert an den Anlagenbetreiber bezahlen und er muss dann im zweiten Schritt seine erhöhten Erlöse für die Allgemeinheit abführen. Durch die Strompreisbremse wird für 80% des Kundenverbrauchs der Strompreis im kommenden Jahr auf 40 ct/kWh gedeckelt sein. Selbstverständlich informieren wir hier noch einmal, wenn die Details feststehen.

Außerdem: Umlagen und Abgaben

Neben den Beschaffungskosten umfasst der Strompreis noch einige Umlagen und Abgaben, auch die Netznutzungsentgelte sind in den meisten Netzgebieten zum 01.01.2023 wieder angestiegen.

Wir hoffen, dass wir die aktuelle Situation am deutschen Strommarkt und die damit verbundenen Auswirkungen auf die gestiegenen Erzeugungskosten erneuerbarer Energien mit diesen Erläuterungen besser veranschaulichen konnten.